Changshu

15 05 2008

Letztes Wochenende waren wir in Changshu. Die mit etwa einer Million Einwohnern für chinesische Verhältnisse kleine und gemächliche Stadt, scheint nicht sonderlich bekannt zu sein. Wir hätten die Stadt sicher nie besucht, wären wir nicht von einer chinesischen Bekannten, die dort am „Changshu Institute of Technology“ studiert, eingeladen worden. Aber der Besuch hat sich gelohnt. Die Busfahrt am Samstag nach Changshu hat zwei Stunden gedauert. Dort angekommen haben wir zunächst einen chinesischen Garten mit einer achtstöckigen Pagode angeschaut. Die Anlage scheint aus dem 12. Jahrhundert zu stammen, ist aber in weiten Teilen renoviert worden. Danach ging es auf einen kleinen Berg. Der Weg hinauf führte uns duch ein Tor der alten Stadtmauer. Jene sah ein bisschen so aus, wie ich mir die „Große Mauer“ vorstelle, nur halt kürzer. Nachdem wir feststellen mussten, dass ein Aufstieg zum Gipfel noch ein paar Stunden mehr in Anspruch nimmt als zuvor gedacht, haben wir uns an einem chinesischen Friedhof entschieden umzukehren. Auf dem Weg nach unten konnten wir an einem Stand für Touristen Fotos von uns in traditioneller Kleidung machen. Danach sind wir durch die schön beleuchtete Innenstadt gelaufen und bei Verwandten der Bekannten essen gewesen. Ich habe u.a. einen gekochten Hühnerfuß gegessen bzw. abgenagt. Witzigerweise gibt es die auch in Shanghai sehr häufig zu kaufen, dennoch hab ich bis jetzt noch niemanden einen solchen abnagen sehen. Der Geschmack war recht neutral, aber es war mit Sicherheit nicht das Schlimmste was ich jemals gegessen habe. Übernachtet haben wir im Gästehaus des „Changshu Institute of Technology“. Pro Person hat die Nacht mit der Studentenermäßigung unserer Fremdenführerin 50 Yuan, umgerechnet etwa 5 € gekostet. Ein sehr guter Preis für ein brandneues, großzügig ausgestattetes, sehr sauberes und schönes Hotelzimmer. Am nächsten Tag waren wir in der Mensa frühstücken und haben die Altstadt mit einem weiteren chinesischen Garten besucht. Am späten Nachmittag ging es dann zurück ins viel vollere Shanghai.

Die Gräber auf diesem chinesischen Friedhof mitten im Wald sind nicht so alt wie sie wirken. Die Grabsteine rechts sind aus den 1980er Jahren.

Wer ein Foto von mir in der oben erwähnten chinesischen Tracht sehen möchte, dem schicke ich gerne eines zu.

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2 responses

18 05 2008
Nathalie

Mann, mann, mann, Du bist ja ganz schön viel unterwegs! Ich les immer nur von Ausflügen hier, Ausflügen dort! Du sollst doch was lernen!! 😉

Nein, Spaß beiseite: Finde es sehr spannend & faszinierend, welche Welt man da vorfindet. Das ist echt total komplett anders & unvorstellbar. So viele verschiende Seiten & eigentlich auch Welten in einem Land!

Wieviele 1000 Photos hast Du nun schon gemacht? Brauchen wir hinterher eine Photo-Woche oder mehrere, um uns alle anzugucken? 🙂

18 05 2008
lostinchinesetranslation

Ich selbst hab 1500 geschossen und von anderen etwa 2000 bekommen. Wir haben auch noch längst nicht alle Fotos ausgetauscht. Außerdem bin ich ja noch eine Weile hier 😉 Unzumutbar also für einen Fotoabend. Da werde ich sicher 90 % aussortieren müssen, um das auf einen Abend zu reduzieren.

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